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Schloss Heidelberg

Schloss Heidelberg

Das Residenzschloss der Kurfürsten und Pfalzgrafen bei Rhein in seinem sozialen und architektonischen Zusammenhang

Erscheint 2019

Titelbild von "Schloss Heidelberg" - absolut vorläufig

Die Pfalzgrafen bei Rhein standen vom 13. bis zum 16. und frühen 17. Jahrhundert in drei Traditionslinien: In der der Staufer- und Salierkaiser, in der des französischen Königtums und in der der Nachfolge und Nachfahrenschaft Karls des Großen. Diese Linien wurden im 14. und 15. Jahrhundert durch aktive Heiratspolitik begründet und gepflegt.

Mit den Kurfürsten Ludwig III. und IV. begann der Ahnenkult in Heidelberg, der sich im großartigen Fürstenzyklus im Königssaal und in der Renaissance-Loggia im Schlosshof manifestierte. Höhepunkte sind die Heiraten beider Kurfürsten mit Mitgliedern des Hauses Savoyen, die Verwandtschaftslinien zum französischen Hochadel öffneten.

Die Nachfahrenschaft Karls des Großen, Gemeingut der pfälzischen wie auch der bayerischen Wittelsbacher, ist real durch Heiratspolitik begründet. Kurfürst Ludwig V. setzte Erfahrungen mit französischer Herrschaftsarchitektur in seinen Bauten um und griff auf Formen der Selbstdarstellung des französischen Königs zurück.

Die Erfahrung des Landshuter Erbfolgekriegs und der Niederlage in der geopolitischen Auseinandersetzung mit Habsburg  bestimmte das politische Handeln Ludwigs V. bis in die Zeit der konfessionellen Auseinandersetzungen. Die Frage eines wittelsbachischen König- und Kaisertums schien sich vordergründig nicht mehr zu stellen, prägte jedoch die politischen Visionen Ottheinrichs wie auch Friedrichs IV. und V.

Damit schlägt sich in der Residenz die Verflechtung der Pfalzgrafen mit höchsten Adelshäusern in der Herrschaftsarchitektur nieder. Das Schloss wird als Bedeutungsträger im Sinn der Architektursemiotik verstanden.

Ein weiterer Hauptpunkt in der Aufarbeitung der Schlossarchitektur ist die Rekonstruktion von Raumfolgen und zeremoniellen Bedingungen. In Anhängen geht es um die 1685 verschleppte Gemäldegalerie, um den Fürstenzyklus und um die Grablege in Heiliggeist.

In der Aufarbeitung der Literatur zum Schloss zeigt sich, dass bis heute gepflegte wesentliche Gedankenlinien den Wertungen und romantischen Projektionen des 19. Jahrhunderts entstammen und dringend einer Revision bedürfen.

Mit der Arbeit an dem Thema verbindet sich die Vision eines virtuellen Museums der Pfalzgrafschaften und einer digitalen Zusammenführung der Kunstwerke aus dem Umkreis der Pfälzer Dynastie.

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