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17.3.26

Schwetzingen

Zwischen Himmel und Erde

Vortragsabend zur Wissenschaftsgeschichte der Kurpfalz

(tisw) Der Blick zu den Sternen und die Vermessung der Erde sind enger miteinander verbunden, als man zunächst vermuten würde. Wie diese Verbindung in der Kurpfalz des 18. Jahrhunderts Wissenschaftsgeschichte schrieb, beleuchtet der Vortragsabend „Zwischen Himmel und Erde – Historische Astronomie und Landesvermessung in der Kurpfalz“ am Mittwoch, 25. März 2026, im Palais Hirsch. Beginn der kostenfreien Veranstaltung ist um 18 Uhr.

Acht Jahre lang hatte der kurpfälzische Hofastronom Christian Mayer an der Kurpfalz-Karte gearbeitet. Acht Jahre lang hatte der kurpfälzische Hofastronom Christian Mayer an der Kurpfalz-Karte gearbeitet.

Foto: Stadt Schwetzingen.

Die Reihe „Museum frei Haus“ lädt zu drei Fachvorträgen mit ausgewiesenen Experten ein und führt das Publikum mitten hinein in eine Zeit, in der Astronomie, Kartografie und Geodäsie grundlegende Erkenntnisse über Himmel und Erde hervorbrachten. Moderiert wird der Abend von Lars Maurer vom Museum der Stadt Schwetzingen.

Im Mittelpunkt steht der kurpfälzische Hofastronom Christian Mayer (1719-1783), der als einer der bedeutenden Naturwissenschaftler seiner Zeit gilt. Der Astronom, Wissenschaftsjournalist und Buchautor Dr. Thomas Bührke zeichnet dessen Errungenschaften nach – von der Beobachtung des seltenen Venus-Transits über den Bau der Schwetzinger Schlosssternwarte bis zu Mayers Forschungen über Doppelsterne, mit denen er international Beachtung fand.

Der Kunsthistoriker und Publizist Wolfgang Schröck-Schmidt richtet anschließend den Blick auf die Vermessung der Kurpfalz in der Zeit der Aufklärung. Er zeigt, wie die Region erstmals systematisch kartografiert wurde – unter anderem mit der von Mayer berechneten Achse zwischen dem Königstuhl bei Heidelberg und der Kalmit im Pfälzerwald.

Im dritten Vortrag widmet sich der Physiker und im Aktionsbündnis Alte Sternwarte Mannheim engagierte Dr. Thomas Frey der Weiterentwicklung der astronomischen und geodätischen Arbeiten nach Christian Mayers Tod im Jahr 1783. Seine Nachfolger betrieben die Mannheimer Sternwarte bis weit ins 19. Jahrhundert hinein. In Folge der territorialen Neuordnungen unter Napolen gewann der Observationsturm wachsende Bedeutung als Landmarke, von namhaften Geodäten genutzt und von Johann Gottfried Tulla zum „Nullpunkt Badens“ gemacht.

Für ein besonderes Finale sorgt ein humorvolles Kurzschauspiel: In „Der kurfürstliche Hofastronom Christian Mayer“ lassen Dr. Thomas Bührke und Wolfgang Schröck-Schmidt den streitbaren Gelehrten noch einmal lebendig werden.

Zum Abschluss stellt der Astronom und Publizist Dr. Ulrich Finkenzeller ausgewählte historische Werke aus der Bibliografie Mayers vor. Drei Originalpublikationen aus der Bibliothek der Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl – heute Teil des Zentrums für Astronomie der Universität Heidelberg – kehren dafür symbolisch für einen Abend nach Schwetzingen zurück.

Vortragsabend
„Zwischen Himmel und Erde – Historische Astronomie und Landesvermessung in der Kurpfalz“
Mittwoch, 25. März 2026, 18:00 – 21:15 Uhr
Palais Hirsch (Schlossplatz 2, 68723 Schwetzingen)

Der Eintritt ist frei. Für Getränke und Snacks wird gesorgt.

Um vorherige Anmeldung wird gebeten.
Kontakt und Anmeldung:
Stadtmuseum Schwetzingen, Museumsleiter Lars Maurer
E-Mail: lars.maurer@schwetzingen.de
Telefon: 06202 / 87-468

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