Projekt kulturer.be
20.8.26
(ssg) Noch bis Sonntag, 20. September, ist auf Burg Rötteln hoch über dem Lörracher Ortsteil Haagen die Wanderausstellung „Spuren, Schätze, Sagen: Burgen am Oberrhein“ zu Gast. Sie bietet mit neuesten archäologischen Ergebnissen, Funden und weiteren Objekten spannende Einblicke ins Mittelalter. Auf Burg Rötteln ist sie zugleich an einem der Ausgrabungsorte des internationalen Projekts „Châteaux rhénans – Burgen am Oberrhein“ zu sehen.
Burg Rötteln, Unterburg mit Bergfried der Oberburg.
Foto: kulturer.be
Exponat der Ausstellung: Mittelalterlicher Tontopf. Foto Katharina Kemmer, ssg
Wanderausstellung zu Gast
Entlang des Rheins haben sich bis heute fast tausend mittelalterliche Burgen erhalten, die ihre Besucherinnen und Besucher in längst vergangene Zeiten entführen – und auch der Forschung immer wieder neue Quellen bieten. Welche Bedeutung die mächtigen Bauwerke für die Region haben und was sie über das Leben im Mittelalter verraten, erforscht seit 2022 das internationale Projekt „Châteaux rhénans – Burgen am Oberrhein“ – mit Erfolg, wie Patricia Alberth weiß, die Geschäftsführerin der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg: „Die spannenden Ergebnisse und Funde der Ausgrabungen sind in der Wanderausstellung noch bis Sonntag, 20. September, auf Burg Rötteln zu sehen.“ Das Projekt unterstreiche den europäischen Gedanken, der auch in den Monumenten der Staatlichen Schlösser und Gärten verankert sei. „Mit den Ergebnissen schenken wir unseren Gästen neue Facetten des Burgalltags“, lobt Alberth die internationale Kooperation.
Einblicke in die Vergangenheit
Eine der Grabungsstätten des Projekts war auch die Burg Rötteln, die nun zum Ausstellungsort für „Spuren, Schätze, Sagen“ wird. Die Wanderausstellung zeigt nicht nur Funde aus der gesamten INTERREG-Projektregion, sondern führt die verschiedenen Teilprojekte zusammen und bietet für verschiedene Zielgruppen ein spannendes Besuchserlebnis. Stefan Baust, wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Vermittlung der Burgen, Burg- und Festungsruinen, erklärt: „Neben den aktuellen Erkenntnissen und Funden erwarten unsere Gäste noch weitere Objekte, die ein lebhaftes Bild vom Alltag auf einer mittelalterlichen Burg zeichnen. Mythen und Legenden zum Lesen und Hören laden zum Träumen ein, Druckgrafiken aus der Romantik zeigen, wie das Mittelalter um 1800 verklärt wurde.“ Darüber hinaus dürfen sich die Gäste auf die Ergebnisse der Zeichenwettbewerbe 2023 bis 2025, die unter dem Motto „Drachen, Riesen, Nixen“ standen, und auf kindgerechte intermediale Stationen zur „Burg im Mittelalter“ freuen.
Früchte internationaler Kooperation
Das internationale Projekt hinter der Wanderausstellung ist Teamwork im besten Sinne. 36 Partnerinnen und Partner aus dem Elsass, der Pfalz, Baden-Württemberg und der Nordwestschweiz arbeiteten zusammen. Finanziert wurde das Projekt mit Fördermitteln der EU im Rahmen des trinationalen Großprojekts „Châteaux rhénans – Burgen am Oberrhein“. Dank der Unterstützung durch die INTERREG-Förderung der EU konnten die Forscherinnen und Forscher gemeinsam Forschungsgrabungen realisieren und mehr über das historische und kulturelle Erbe erfahren, einschließlich vieler neuer Impulse für die Burgenforschung im Regierungsbezirk Freiburg.
Spuren, Schätze, Sagen: Burgen am Oberrhein
Wanderausstellung auf Burg Rötteln
noch bis Sonntag, 20. September 2026
3,00 €,
Ermäßigte 2,50 €,
Familien 1,50 €
Gruppen ab 20 Personen 2,50 € p.P.
Ein barrierefreier Zugang besteht zur Unterburg. Der Zugang zur Burgschenke und zur Gartenwirtschaft ist ebenfalls barrierefrei möglich.
Führungen: Röttelnbund e.V. Haagen, Telefon +49 7621 56494.
In dem Museum von Burg Rötteln herrscht ein allgemeines Hundeverbot. Im Außenbereich sind Hunde zugelassen, per Gartenordnung besteht dort Leinenpflicht.
ÖffnungszeitenBurg Rötteln
16. März bis 1. November
Mo bis So, Feiertag 10:00 – 18:00 Uhr (Letzter Einlass 17:30 Uhr)
siehe auch: Unser Artikel zur Ausstellungseröffnung
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