11.9.20

Schlossgarten Schwetzingen

270. Geburtstag Friedrich Ludwig von Sckells am 13. September

(ssg) Heute vor 270 Jahren, am 13. September 1750, wurde Friedrich Ludwig von Sckell in Weilburg an der Lahn geboren. In Schwetzingen schuf er seine erste Gartenpartie im Stil eines englischen Landschaftsgartens. Mit dem Arborium Theodoricum, einem Baumlehrgarten, wurde er zum Wegbereiter des neuen Gartenstils in Süddeutschland. Bei der Sonderführung „Aufgeblüht. Hofleben im Garten“ können am Sonntag, den 13. September um 14 Uhr, am Geburtstag des Gartenbaumeisters, Gäste in die faszinierende Welt des Schlossgartens eintauchen.

Blick durch das Wiesentälchen zum Tempel der Waldbotanik.Blick vom Wasserkastell auf den BachSphingen am Tempel der Waldbotanik mit den Bögen des Auqädukts im HintergrundLinks: Blick durch das Wiesentälchen zum Tempel der Waldbotanik.

Mitte: Blick vom Wasserkastell auf den Bach

Unten: Sphingen am Tempel der Waldbotanik mit den Bögen des Auqädukts im Hintergrund

Frühe Verbindungen nach Schwetzingen

Der am 13. September 1750 in Weilburg an der Lahn geborene Friedrich Ludwig Sckell wuchs als Sohn des Hofgärtners im Schlossgarten Carl Theodors auf. Dieses Umfeld verlieh ihm ein besonderes Gespür für die Gestaltung von Gärten. Als der Kurfürst das Talent des jungen Mannes erkannte, finanzierte er Sckell Bildungsreisen nach Frankreich und England. In Paris studierte er unter anderem Botanik, Gartenplanung und das Baumschulwesen. Im Anschluss daran machte sich Sckell in den berühmten englischen Gärten von Stourhead und Stowe mit dem Stil des englischen Landschaftsgartens vertraut, dem er später als Gartenbaudirektor im süddeutschen Raum zum Durchbruch verhalf.

Der englische Landschaftsgarten

In Schwetzingen erhielt Sckell ab 1777 die Gelegenheit, am Nord- und Westrand des Schlossgartens erste landschaftliche Partien um den barocken Garten herum zu gestalten. Sckell schuf reizvolle Gartenareale, durchzogen von Schlängelwegen mit Gehölzgruppen und überraschenden Aussichten, die typisch für diesen neuartigen Gartentyp waren. Im Arborium Theodoricum, dem Baumlehrgarten Carl Theodors, verwirklichte er zum ersten Mal das Hauptmotiv seines Schaffens. Ein kleines Tal öffnet sich und bietet den Blick auf zwei raffiniert in Szene gesetzte Bauwerke, den Tempel der Botanik und das Römische Wasserkastell mit Aquädukt. Der Tempel der Botanik ist ein Rundbau, dessen Äußeres mit imitierter Eichenborke überzogen ist. Im Innern zeigen stuckierte Reliefporträts berühmte Botaniker wie Plinius oder Linné.

Nicht nur in Schwetzingen tätig

Im Jahr 1799 stieg Friedrich Ludwig von Sckell zum Gartenbaudirektor für die Rheinpfalz und Bayern auf. Ab 1800 stand er dem Kurfürsten beratend bei der Umwidmung der Mannheimer Stadtbefestigung zu einer Parkanlage zur Seite. 1804 wurde Sckell als bayerischer Hofgartenintendant nach München berufen. Zu seinen Hauptwerken zählen dort die Umgestaltung des Nymphenburger Schlossgartens und die Anlage des Englischen Gartens, der bereits unter Carl Theodor begonnen wurde. Am 24. Februar 1823 verstarb er mit 72 Jahren in München.


Sonntag, 13.09.2020, 14:00 Uhr
Aufgeblüht. Hofleben im Garten
Sonderführung mit dem Team des Service Centers

12,00 €, Ermäßigte 6,00 €, Familien 30,00 €
Kartenverkauf Schlosskasse Schwetzingen

Treffpunkt Ehrenhof (Gartenführung)

Eine vorherige Anmeldung ist unbedingt erforderlich beim Service-Center der Schlösser Heidelberg, Mannheim, Schwetzingen, Tel. +49 (0) 6221 65888-0,
E-Mail: service@schloss-schwetzingen.com

Bitte beachten:
Bei den Führungen gibt es eine beschränkte Teilnehmerzahl von max. 20 Gästen
Die Kontaktbeschränkungen sind zu beachten, es besteht eine Maskenpflicht in den Parkbauten.

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